Stille Zeit – Innehalten und Danke sagen

„Um ein Kind zu erziehen, braucht es ein ganzes Dorf.“ (afrikanisches Sprichwort)
Und wenn man sich dann noch aus den gesellschaftlichen Normen heraus bewegt, braucht es dazu noch ne ganze Menge Rückendeckung und Vertrauen in die Sache.
Ohne unsere Familie und Freunde wären wir nicht. Ich möchte diese letzten Zeilen in diesem Jahr nutzen, um zurück zu blicken und Danke zu sagen.

Rückblick – So viel Veränderung!

Zu Beginn des Jahres war ich Vollzeit berufstätig als Geschäftsführerin, stillende Mutter eines 7 Monaten alten Säuglings und Mama eines 3-Jährigen. Mein Mann hat sich alleine um den Haushalt gekümmert und alles rund um die Kinder organisiert. Ich habe mich nach meiner Arbeit und am Wochenende um die Kinder gekümmert. Ich bin nachts zwischen 3 und 6 Mal aufgewacht. Wir haben nicht vegan gelebt.
Heute hat mein Mann einen Job als Architekt, den er sehr liebt und der ihm große Freude bereitet. Wir leben seit fast 9 Monaten vegan. Ich bin zu Hause und kümmere mich um Haushalt und die Kinder. Beruflich orientiere ich mich gerade neu. Ein große OP und die anschließende Reha haben viele Veränderungen angestoßen. Ich habe zwei Fehlgeburten durchlebt. Ich stille noch immer und wache noch immer zwischen 3 und 6 Mal nachts auf (wenn es gut läuft).
Mein Kleiderschrank ist um 2/3 geschrumpft und ich habe es tatsächlich geschafft nichts Unnützes nach zukaufen. Wir haben die erste Etappe hin zu bewusstem Konsum erfolgreich gemeistert.
Soweit ein ganz kurzes Resumee.
Und nun das Wichtigste: Ich möchte Danke sagen und hierbei ein paar wichtige Menschen besonders hervorheben. Es liegt mir so sehr am Herzen.

My Partner in Crime

Es muss wohl wirklich Liebe sein, dass du das alles immer mitmachst. Dass du es mit- und erträgst, dass ich nicht stillstehen kann. Dabei bist du mit deinem Gemüt ja wirklich sehr beständig und Veränderungen sind für dich nicht immer leicht anzunehmen. Aber du machst es mit und hast darüber hinaus sogar noch die Gabe, das für dich und uns positiv zu bewerten. Das ist nicht selbstverständlich. Wenn ich unser Familienschiff mal wieder auf einen neuen Kurs lenke, fragst du nur, ob du die Segel setzen sollst. Ich liebe dich.

Unsere Eltern – Die Großeltern

Wir haben uns bewusst dazu entschieden, euch in die Erziehung unserer Kinder einzubinden. Dabei tragt ihr unsere Grundsätze, welche auch immer diese sind, bedingungslos mit und setzt diese um. Danke für euer Vertrauen in uns und unsere Kinder und danke für eure Unterstützung, ohne die wir unser Leben nur sehr viel komplizierter meistern könnten.

Stiefpapa: Danke, dass du meinen Kindern ein echter Opa (ohne „Stief“) bist und dass du sie so liebst. Danke für deine Geduld und das viele Huckepack- und Schultertragen. Danke auch, dass du sie in deinem Leben an erste Stelle gestellt hast und dass du dir so viel Zeit nimmst, wann immer es dir möglich ist. Sie profitieren sehr von dir und du bist ihnen einer der wichtigsten Menschen.

Mama: Danke, dass du ihnen (vor allem dem Großen) eine so enge Bezugsperson bist. Es braucht viel Liebe und Zeit, solch eine enge und intensive Bindung mit einem Kind einzugehen. Danke auch für deine klare Sicht auf die Dinge und deine unkomplizierten Lösungen. Danke, dass du mir alles mitgeben hast, was ich nun brauche, um selbst eine gute Mama sein zu können. Vor allem, dass du in deiner Zeit den Mut gehabt hast, selbst aus gesellschaftlichen Normen auszubrechen. Dass es dir egal war, was andere dazu sagten. Ich bin überzeugt, dass ich nur deshalb meinen Weg so gehen kann, wie ich es gerade mache. Mit dir an unserer Seite schaffen wir alles!

Schwiegerpapa: Danke, dass du uns allen ein Fels in der Brandung bist und dass sich meine Kinder in deinen Armen (die wirklich lang sind) so geborgen fühlen. Danke, dass du bereit bist unseren Erziehungsstil anzunehmen und selbst umzusetzen, auch wenn das bedeutet, deinen eigenen zu hinterfragen und dir ehrlich zu zugestehen, dass du heute vieles anders machen würdest. Das ist sehr großmütig und nicht selbstverständlich. Danke, dass du so viel gibst ohne etwas zu verlangen.

Schwiegermama: Danke, dass du mit deiner Engelsgeduld und Ruhe, die du ausstrahlst der ruhende Pol in unserer Familie bist. Egal wer eine Pause von Hektik und Alltag braucht, findet sie in deiner Umarmung, egal ob nur kurz (als ich mal kurz in Tränen ausgebrochen bin) oder lang (weil der kleine eine verstopfte Nase hatte durfte er ne Dreiviertelstunde in deinen Armen schlafen). Ich kenne keinen Menschen, der die Meinung und die Eigenarten anderer Menschen so sehr respektiert und achtet. Du nimmst dich so oft raus und tust alles für das Wohl deiner Lieben. Das ist einfach deine Art und auch wenn wir dir oft sagen, dass du auch an dich denken sollst, tust du das zwar immer öfter, wirst es aber nie ganz schaffen. Aber das bist du und wir lieben dich genau dafür!

Unsere Geschwister und die Paten

Ihr habt trotz der Distanzen und eurem eigenen turbulenten Leben immer einen Platz für uns und unsere Kinder.

Tante E: Danke fürs Schnellmalvorbeischauen und Brettspiele-Spielen. Du bist uns sehr nah und aufgrund der Tatsache, dass du die gleiche „verrückte“ Ernährungsweise angenommen hast, uns noch näher gekommen. Du arbeitest ganz bewusst daran, dass deine Neffen eine enge Bindung zu dir aufbauen, das wissen wir sehr zu schätzen. Sie lieben dich sehr. Und wir auch.

Onkel/Pate J: Du wirst als Flur-Fußballgott von dem Großen verehrt. Dein Leben war in den letzten Jahren sehr hektisch und dennoch warst du immer da und nah. Jetzt erleben wir, wie du deine eigene Familie aufbaust und freuen uns, ein Teil davon sein zu dürfen. Und du bist der beste kleine Bruder der Welt und da der Kleine dir sehr ähnlich ist, habe ich noch Hoffnung für die Zukunft. Wir sind dankbar und glücklich dich und deine Frau zu  unserem engsten Kreis zählen zu dürfen.

Patin A: Du Verrückte. Du einzige Erwachsene die mit dem Großen das Spiel „Affe und Löwe sind in den Graben gefallen“ über volle 90 Minuten durchhält und auch noch Spaß daran hat. Du bereicherst unser Leben und das unserer Kinder. Und obwohl du wirklich weit weg wohnst, bist du gefühlt nur einen Gedanken entfernt. Im nächsten Jahr will der Große dann endlich mal deine neue Wohnung in „Töln“ besichtigen („Immer fahren wir nur zu deinem Paten, Mama“ hat er sich neulich beschwert).

Pate P.: Der andere Großstadt-Onkel. Seit unserem gemeinsamen Strandtag im Sommer zusammen mit deiner Herzensfrau, bist du den Kindern ans Herz gewachsen. Und auch wenn der Kleine immer erstmal kurz auftauen muss, will er sich im Endeffekt nicht mehr von euch trennen. Danke, dass ihr einen Platz in eurem Leben für unsere Kinder gemacht habt, der trotz der Distanz riesengroß erscheint.

Paten S. und L.: Freunde sind die Familie die man sich aussucht. Uns verbindet viel, nicht nur die Tatsache, dass wir zwei Jungs haben. Eine lange und intensive Freundschaft, die schon viele Jahre überdauert. Das ist nicht selbstverständlich. Ab dem ersten Ultraschallbild habt ihr unsere Kinder ins Herz geschlossen. Ihr habt mit gefiebert, euch mit gefreut und mit geweint. Danke, dass ihr so seid wie ihr seid.

Eine besondere Tante – Oma Nummer 3

Du weißt genau, wer du bist und alle die uns kennen nicken jetzt ganz heftig. Du darfst hier nicht fehlen. Du darfst überhaupt nie fehlen und das tust du auch nicht. Die Kinder lieben dich, wie ihre beiden Omas. Du bist die gute Seele in unserer großen Familie und hältst sie auch immer irgendwie zusammen. Gäbe es nur mehr Menschen wie dich auf der Welt, es wäre ein so viel schönerer Platz. Danke, dass du immer für mich, uns und unsere Kinder da bist. Danke für so viele mütterlichen Gefühle, Taten und Momente.

Meine Freundin und Seelenverwandte

Ich kenne niemanden, der wie du immer wirklich immer die richtigen Worte in jeder wirklich jeder Lebenslange meines Lebens findet. Wir haben schon viel gemeinsam erlebt. seit 16 Jahren begleitest du mich durch mein Leben. Und dabei sind wir irgendwie gleichgeschaltet im Kopf obwohl wir uns auch in vielen Bereichen unterscheiden. Aber ich versteh dich irgendwie und du mich, auf einer ganz nonverbalen Ebene. Selbst die Tatsache, dass Essgeräusche Gewaltphantasien auslösen können, kannst du aus eigener Erfahrung nachvollziehen. Aber wir wissen ja beide, was das hinsichtlich unseres Genies bedeutet..

Unsere Freunde und Familie

Am liebsten würde ich zu euch allen ein paar Worte schreiben. Wir danken euch allen, dass wir Teil eures Lebens sein dürfen. Dass ihr uns so akzeptiert, wie wir sind und es auch nicht immer hinterfragt.

Unsere Kinder

Ihr seid alles! Der Grund warum wir alles machen: leben, essen, schlafen, wachen, lachen, weinen, schreiben, flüstern, verzweifeln, uns freuen, uns reflektieren, besser werden wollen…. Ihr seid es. Ihr seid die Welt, um die sich unser Leben dreht.

Innehalten und Abschalten

Das möchte ich nun tun. Für mich ist Weihnachten etwas ganz Besonderes – eine magische, ruhige Zeit. Es ist eine stille und besinnliche Zeit.  Deshalb werde ich mein Smartphone und den Computer in den nächsten zwei Wochen wirklich nur sporadisch nutzen. Ihr werdet also auch auf meinem Blog nichts von mir hören. Seid euch dabei sicher: Mir geht es gut! Am besten – denn ich bin mit meinen Liebsten.

Ich wünsche euch wundervolle, besinnliche und frohe Weihnachten und einen gesunden Start ins neue Jahr 2017!  Mögen all eure Wünsche in Erfüllung gehen und ihr euch und euren Werten treu bleiben.

Over and out…

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