Motivation und Minimalismus // Auf das Wesentliche reduzieren – 4 grundlegende Tipps deine Ziele zu erreichen

Was sind deine Werte?

Zugegeben, das ist keine leichte Frage. Vielleicht fällt es dir leichter sie zu beantworten, wenn du dich fragst, welche Werte du deinen Kindern (die du hast oder hättest) vermitteln möchtest. Dann ist die Antwort nicht mehr ganz so schwer, denn komischerweise sind wir uns den Werten, die unsere Kinder leben sollen sehr viel bewusster als unseren eigenen.
Oft gibt es tatsächlich auch eine Diskrepanz zwischen den eigenen Werten und jene, die wir vermitteln wollen. Das ist nicht gut, denn so fällt es sehr schwer sie zu vermitteln. Man vermittelt durch Vorleben. Es müssen die echten eigenen Werte sein.
Solltest du diese Diskrepanz gerade spüren, ist das vielleicht eine gute Gelegenheit, die eigenen zu überdenken.
Ein sehr gutes Beispiel ist die Gesundheit. Viele wünschen sich Gesundheit, legen oft erst dann größeren Wert auf die eigene Gesundheit, wenn sie Verantwortung für andere Menschen übernehmen (müssen). Es lohnt sich, in die Gesundheit zu investieren. Immer! Aber manchmal braucht es andere Menschen, die einen dazu bewegen, besser auf sich Acht zu geben. Für Kinder lohnt es sich ganz bestimmt besser oder zumindest bewusster zu werden. In Allem.
Werde dir deinen Werten bewusst und lebe nach ihnen!

Der Fixstern

Es ist unglaublich wichtig etwas zu haben, an das man glaubt. Einen Fixstern sozusagen, so hat es zumindest die wunderbare Vera F. Birkenbihl genannt. Das kann alles mögliche sein. Bei manchen ist es tatsächlich die Religion, bei anderen die Familie, der Freundeskreis, aber auch die Gesundheit, Leidenschaften etc. können Fixsterne sein. Es sollte auf jeden Fall etwas sein, das unerschütterlich ist, etwas woran wir unser Leben lang festhalten wollen.
Der Fixstern hilft uns, Dinge in Relation zu setzen. Ist etwas im Bezug auf unseren Fixstern klein oder groß? Es lohnt sich solche Vergleiche zu ziehen um sich dann auf das Wesentliche konzentrieren zu können. In Relation zu ihm fällt es leicht zu ergründen, was wirklich wichtig ist. Auch im Hinblick auf das Erreichen von Zielen.

Was bereitet dir Freude – langfristig?

Es macht wirklich Sinn sich bewusst zu machen, woran man wirklich innige Freude empfindet. Oder man geht per Ausschlussverfahren vor. Was bereitet uns Glücksgefühle aber keine nachhaltigen. Was tun wir oft und gerne, um uns gut zu fühlen, was aber keine lange Halbwertzeit hat? Das kann man dann mit ziemlich großer Wahrscheinlichkeit aus seinem Leben verbannen. Denn um ein Ziel fokussiert anzustreben, sollte man sich nicht durch Unwichtiges ablenken lassen.
Ein gutes Beispiel ist hier das Kaufen von Kleidern. „Wenn ich schon arbeiten gehe, dann will ich mir von meinem Geld auch was gönnen“, habe ich früher oft gesagt. Dass dieses „Gönnen“ eine sehr kurzfristige, dennoch kostspielige Angelegenheit war, habe ich nie bewusst wahrgenommen.

Hand auf Herz! Wie ist es bei euch? Die meisten kaufen um sich ein Glücksgefühl zu verschaffen, sich zu belohnen. Selten, weil sie wirklich etwas brauchen.
Und nun kommen wir zum Anfang: Was macht dir wirklich Freude. Versuche in alle Richtungen zu denken. Wenn du etwas gefunden hast, das du mit Leidenschaft betreibst und dass dir Freude schenkt, brauchst du keine Lücke mehr durch Konsum zu schließen.
Das hat dann direkt einen doppelten Effekt: Du gibst deinem Leben mit seinen Werten einen tieferen Sinn, was dich insgesamt glücklicher und zufrieden macht und du räumst Dinge aus dem Weg, die dich von deinem Ziel ablenken.

Das soll jetzt nicht bedeuten, dass Kaufen immer schlimm ist und nicht funktionieren kann. Wenn du 10 kg abgenommen hast und du zwei Kleidergrößen verloren hast, dann kauf dir deine neue Jeans mit Freude und trage sie mit Stolz. Ich bin mir dabei aber ziemlich sicher, dass sie dir langfristig Freude bereitet, weil sie für etwas steht, das dir wichtig ist.

Was hält dich gefangen?

Wenn du weißt, was deine Ziele sind, solltest du dich zunächst fragen, was dich bisher davon abgehalten hat, sie zu verfolgen.
Wusstest du nicht wie? Sind es die Gewohnheiten? Das Umfeld, die Familie? Es ist wichtig heraus zu finden, wer dich gefangen halt, damit du frei werden kannst. Wenn es eine Gewohnheit ist, oder etwas das in dir steckt, kannst du es durch das reine Bewusstmachen und Achtsamkeit schaffen, dich zu befreien. Oder du holst dir einen Begleiter auf deinem Weg. Es ist niemals verkehrt sich professionelle Hilfe zu holen.

Schwieriger wird es da bei dem Umfeld. Oft höre ich: „Ich würde das auch gerne machen, aber das Umfeld ist keine Unterstützung; die Oma kauft immer zu viele Geschenke; mein Mann unterstützt nicht, dass ich abnehmen will; ich habe keine Zeit“, oder so ähnlich.
Hier hilft nur eine offene Kommunikation deiner Werte und jene, die du vermitteln möchtest, wenn es z.B. um den Konsum der Kinder geht.

Und auch hier gilt die Devise: Es ist ein Prozess, lass auch dein Umfeld ankommen in deinen Werten und deinen Spielregeln. Steter Tropfen höhlt den Stein und es wird dir immer leichter fallen.

Sei mutig, offen und ehrlich, deine Lieben werden es verstehen.

Womit soll ich anfangen?

Zugegeben, es klingt schon sehr einfach und leicht, die beschriebenen Dinge umzusetzen. Aber das ist es nicht. Es fordert sehr viel Selbst-Bewusstsein (im wörtlichen Sinne) und viel Zeit im Auseinandersetzen mit den eigenen Werten, Gewohnheiten, Zielen und Plänen.
Dabei kommt es natürlich auch stark darauf an, was deine Ziele sind und wie nah oder fern sie sind.
Fange am besten im ersten Schritt mit der Definition der eigenen Werte an, denn das ist die Basis. Oftmals ergeben sich dadurch weitere Frage und du findest die Antworten, die dich weiter bringen, in dir. Und das Wichtigste: Gib dir Zeit!

Ich wünsche euch einen wunderbaren Tag mit großartigen Entscheidungen!

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2 Comments

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  1. Ein wirklich toller Text mit super Tipps, die wirklich dabei helfen, Dinge zu hinterfragen, mit denen man zwar ständig zu tun hat und die unglaublich wichtig sind, aber die gerade im täglichen Wahnsinn einfach untergehen. Eine echte Bereicherung!

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    • Herzlichen Dank für deinen lieben Worte! Es freut mich wirklich sehr, dass du dich in meinem Beitrag wieder findest und er einen Nutzen für dich hat. Hab einen schönen Abend! Liebe Grüße Stephi

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