Geburt // Mein Weg zu einer interventionsfreien, selbstbestimmten Klinikgeburt mit Hypnobirthing

Mein Geburtsbericht beschreibt eine interventionsfreie Klinikgeburt mit Hilfe von Hypnobirthing Techniken und der Geburt in der Wanne. Der Bericht ist geeignet für Schwangere und auch für Frauen, die schon schlechte Geburtserfahrungen hatten. Auch Frauen, die Angst vor einer Geburt haben, können den Bericht lesen.
Diese Geburt hat mich mit den zwei vorausgehenden Geburten versöhnt und mir gezeigt, dass ich gebären kann. Ganz ohne Hilfe von außen. Abgesehen von meinem Mann.

„Und so gebar die große Göttin tief in der Erde, in der stillsten aller Nächte, das immer wieder kehrende Sonnenkind.“ (Sonnenkult der keltischen Mythologie)

Schwangerschaftswoche 40

Ich werde krank. Eine richtig fiese Erkältung. Seit schon einer Woche habe ich täglich – teilweise über Stunden – kräftige Wehen. Dennoch bleibt der Befund gleich: Kopf nicht tief im Becken, Muttermund geschlossen aber weich. Kann bei einer dritten Schwangerschaft alles und nichts heißen. Ich bin froh, dass es noch nicht los geht, denn ich fühle mich nicht kräftig genug zu gebären. Ich bekomme kaum Luft und bin mir sicher, dass mein Körper warten wird.

Schwangerschaftswoche 41

Der errechnete Termin verstreicht. Die Wehen sind wieder weniger geworden. Ich fühle mich besser und bin bereit. Die Vorsorgetermine nehmen wie gewohnt ihren Lauf. Mein Frauenarzt ist tiefenentspannt, ich bin es auch noch. Das CTG ist hervorragend und auch bei einer Ultraschallkontrolle am 6. Tag nach Termin in der Geburtsklinik, ist alles top. Die Ärztin lobt mich noch, wie entspannt ich sei. Mein Mann nickt, schweigt und lächelt (er weiß es besser, ist aber Profi genug um das nicht zu kommentieren).
Ich bin noch recht motiviert und zuversichtlich. Mache weiterhin jeden Tag Yoga, trinke Tee, gehe zur Akupunktur und versuche mich zu entspannen.

Schwangerschaftswoche 42

Ich bin nun 8 Tage über Termin und liege am CTG bei meinem Arzt. Er lunst durch die Tür und rollt gespielt die Augen: „Du schon wieder.“ Ich antworte, dass ich ihn einfach gerne besuche. Er stellt mich einem hospitierenden Arzt mit den Worten „Das ist Frau Blair, sie ist schwanger und weigert sich ein Kind zu bekommen“, vor. Ich lache mit. Irgendwie tun mir die Besuche bei ihm gut, weil er mir immer das Gefühl gibt, dass alles gut ist und dass alles gut wird. Ich mag ihn. Befund „wie gehabt“. Wir sehen uns übermorgen wieder, oder hoffentlich nicht. (Das sage ich zu ihm, er soll es bitte nicht persönlich nehmen).

Auf dem Heimweg kaufen wir noch flugs nen Weihnachtsbaum. Eigentlich wollte ich erst ein Baby bekommen und mich dann um Weihnachten kümmern. Aber das wird jetzt echt knapp, also Planänderung.
Die letzten Tage waren emotional sehr schwer für mich. Ich igelte mich ein, wollte nicht raus. Ich war gefangen zwischen: Noch einmal „Zwischen Tüll und Tränen“ und ich raste komplett aus und „Ich kann nichts anderes machen, als dämliche Fernsehsendungen zu schauen“.
Ich fange an an meiner Gebärfähigkeit zu zweifeln. Was wenn ich doch eine Wehenschwäche habe? Vielleicht kann ich es wirklich nicht? Ich weine viel. Mein Mann erträgt es still.
Ein Highlight war die Kindergartenweihnachtsfeier. Ich habe lange überlegt, ob ich es ertrage 9 Tage über Termin eine Veranstaltung zu besuchen, aber ich habe mich durchgerungen und es nicht bereut. Und alle waren sehr zurückhaltend. Ich habe keinen Kommentar zu meinem Bauch bekommen. Viele haben mit mir gefühlt, vor allem Mamas, die selbst weit über Termin gegangen sind. Meinen Kindern hat es viel bedeutet, dass ich da war. Es war sehr schön.

Tag 10 nach Termin: Ich bin seit 3 Uhr nachts wach. Die Wehen werden zunehmend stärker, aber noch sehr gut aushaltbar. Es war die letzten Wochen immer so, dass ich gegen Abend Wehen bekam, die sich aber über Nacht wieder verzogen haben. Diesmal war das anders. Ich wurde von Wehen geweckt. Unregelmäßig, anfänglich etwa alle 30 Minuten, manchmal 40 manchmal 12. Ich stehe auf, es ist 6 Uhr. Mein Kleiner ist schon wach. Wir kuscheln auf der Couch. Ich habe um 9:30 Uhr einen Vorsorgetermin bei meinem Arzt. Ob ich den wohl absagen kann? Die Wehen verziehen sich wieder, auch wenn es sich anders anfühlt. Ich bin mir heute sicher: Es wird passieren! Heute bekomme ich ein Baby.
Da die Wehen weg sind, nehme ich den Arzttermin wie geplant war. Er möchte mich heute nochmal untersuchen, evtl. eine Eipollösung machen. Ich bin mir unsicher, ob ich das will, lass ihn erstmal „schauen“. Ne, nix zu machen, Muttermund zu, da kann man nur warten. Er ist sich sicher, dass heute kein Baby kommt. Ich teile ihm meine Einschätzung der Lage mit, er (immer sehr diplomatisch) sagt, dass es beim Dritten auch mal schnell gehen kann. Er stellt mir eine Einweisung zur Einleitung für den nächsten Tag aus. Ich soll in der Klinik anrufen und klären, wann ich kommen soll. Für mich steht fest, dass ich einer Einleitung bei gleichbleibendem, guten Befund nicht vor Tag 14 zustimmen werde. Das wäre dann Heiligabend, ist mir egal.
Auf dem nach Hause Weg, rufe ich an und teile meine Situation mit. Ich soll mich morgen früh im Kreißsaal melden, dann bekomme ich eine Uhrzeit mitgeteilt. Sie wollen sicher gehen, dass ich nicht unnötig lange warten muss. Lieb. Ich verabschiede mich mit den Worten: „Dann spätestens bis morgen, aber vielleicht kommen wir ja heute noch.“

Zu Hause angekommen lege ich mich ins Bett und schlafe eine Runde. Es ist Mittwoch und die Jungs sind bei meiner Mama. Mein Mann und ich haben also Zeit uns auszuruhen. Ich habe weiterhin unregelmäßig Wehen alle 30-40 Minuten.
Gegen Nachmittag nehme ich ein Bad. Öle meinen Bauch ein, lege mich wieder hin. Liege im Bett, höre Geburtsaffirmationen, mache meine Entspannungsübungen. Versuche das Vertrauen in meinen Körper und mein Baby wieder zu finden. Liege einfach da. Eine Duftlampe brennt. Das Licht ist gedämpft. Mein Mann schläft.

Es geht los – echt jetzt?

Es ist 18:15. Ich habe eine Wehe, die mich mal kurz aus der Bahn wirft. Ich atme, wie ich es geübt habe. Fühle mich aber alleine. Ich rufe meinen Mann, ich bin sicher, das war der Startschuss. Er bleibt ruhig. Er glaubt noch nicht so recht daran. Und in der Tat, tut sich in den nächsten 30 Minuten wieder nichts.
„Um sieben kommen die Kinder, Der Trockner muss ausgeräumt werden und überhaupt, wie sieht die Küche aus.“ Ich kann mich nicht auf mich konzentrieren. Diskutiere mit meinem Mann.

18.45 die nächste Wehe. Bäm. Ich töne laut und komm nicht klar. Ich will ganz lange zu Hause bleiben, aber gerade fühle ich mich hier nicht wohl. Es ist grau und neblig draußen, an diesem 20. Dezember. Wir haben 40 Minuten Fahrtzeit über Land in die Klinik und um sieben kommen die Kinder…. Mein Mann will sie noch ins Bett bringen, um acht. Echt? Ich kann das gerade nicht glauben. 19:05 die nächste Wehe, ich komm nicht in die Entspannung. Zu viele Dinge sind in meinem Kopf.

Mein Mann setzt sich zu mir, schaut mir in die Augen: „Wir beide fahren jetzt ins Krankenhaus“. Aber ich hatte doch erst 3 kräftige Wehen, die schicken uns wieder heim. Nein, mein Mann besteht drauf. „Hier kommst du nicht zurecht. Du fühlst dich hier nicht sicher, wir fahren an einen sicheren Ort“. Ich bin ihm für seine Zurechnungsfähigkeit zutiefst dankbar. Er hatte so Recht. Mit allem.
Oma und Opa kommen gerade zur Tür herein, als wir auf der Treppe sind. Ich kann meine Jungs nochmal in die Arme nehmen. Mich verabschieden. Loslassen! Endlich.

Im Auto kommen die Wehen plötzlich alle 4 Minuten. Und ich schaffe es endlich in meine geübte Trance. Ich rede nicht, töne nicht, begegne den Wellen nur mit meinem Atem. Ab hier rede ich bewusst nur noch von Wellen, denn weh tut nichts mehr. Ich bin so froh, dass die Wellen nun regelmäßig kommen. Ich bin richtig erleichtert.

20.00 Uhr Ankunft in der Klinik.
Wir parken das Auto und laufen zur Notaufnahme. Auf dem Weg veratme ich zwei Wellen, eine direkt am Counter. Wir fahren in den Kreißsaal. Wir werden von einer Hebamme (E.) empfangen, die wir schon von der Kreißsaalführung kennen. Das gefällt mir. Sie fragt mich, ob es mein erstes oder das zweite Kind ist. Auf meine Aussage, dass es das Dritte ist sagt sie, dass wir dann besser gleich in den Kreißsaal gehen. „Sie ist aber optimistich“, denke ich und wir folgen ihr. Meine Wehen lassen etwas nach, damit habe ich aber gerechnet. Ich bin eben schon sehr störanfällig und bin gerade auch nicht bei mir. Aber das wirft mich nicht aus der Bahn oder lässt mich zweifeln.
E. kommt zurück und klärt mich über das weitere Prozedere auf. Sie entschuldigt sich, dass sie mir einen Zugang legen muss, bei meiner medizinischen Vorgeschichte. Ich sage, dass es ok ist und ich es verstehe. Sie fragt mich höflich, ob sie ein CTG für 20 Minuten schreiben darf. Ich kann dabei stehen, gehen, liegen, mich bewegen wie ich möchte. Außerdem würde sie gerne eine vaginale Untersuchung machen, wenn ich einverstanden bin. Ich bin einverstanden und freue mich über den Befund.

Der Muttermund ist bei 3 cm. Sie ermutigt mich, dass das ein sehr guter Ausgangsbefund ist und ich morgen früh mein Baby im Arm halten werde. Ich freue mich, da es für mich leicht war, mich bis dahin zu öffnen. Es hat mich keine Mühe und keinen Schmerz gekostet. Etwas, das ich vorher nicht kannte. Ich bin richtig euphorisch. Nach der Anamnese durch die diensthabende Ärztin (die mich mehrfach fragte ob ich sicher sei, dass ich keine PDA möchte) und dem Schichtwechsel der Hebamme (die Nachthebamme heißt F.) macht mein Mann den Kreißsaal gemütlich. Er fragt nach einer Duftlampe, er dimmt das Licht, er richtet die Entspannungsmusik ein und ich lege mich hin. Ich friere. Mein Mann deckt mich zu. F. fragt ob sie bei uns bleiben soll. Mein Mann sagt, dass sie das nicht braucht, wir super zurecht kommen und uns melden, wenn etwas ist.

Die Wellen werden intensiver und kommen nun etwa alle 2 Minuten. Es ist ca. 22:00. Ich konzentriere mich auf die geübte Wellenatmung, mit der ich den Bauch aufblase wie einen Ballon. Dabei achte ich vor allem darauf, dass mein Gesicht und mein Kiefer locker sind. Ich habe keine Schmerzen, brauche aber schon die Nähe meines Mannes bei jeder Welle. Es muss immer der gleiche Ablauf sein. Ich nehme seine Hand, die andere ruht im Tuch über mir. Ich beginne die Atmung, während er mir immer die gleichen Affirmationen zuspricht („Atme nach oben, dein Körper ist entspannt…. „). Nach der Welle brauche ich Wasser. Dann hat er kurz Zeit das Glas Wasser aufzufüllen, um rechtzeitig wieder bei mir zu sein, wenn die nächste Welle anrollt.
Das funktioniert wunderbar. Dennoch wird mir irgendwann übel. Ich denke ich habe Hunger, esse einen Müsliriegel und fange sofort an zu würgen. Wir rufen die Hebamme, die uns eine Nierenschale gibt. Ich muss mich nicht übergeben, würge noch ein paar Mal und beschließe nicht mehr zu essen. Ich finde wieder zu mir.

Während dieser Phase musste ich 2 Mal zur Toilette. Dazu muss ich in den Nachbar-Kreißsaal in dem auch eine Geburtswanne steht.
Etwa gegen 23.00 Uhr muss ich wieder zur Toilette. Mein Mann stützt mich. Ich veratme eine Welle und plötzlich springt auf der Toilette meine Blase. Ich kontrolliere ob das Fruchtwasser klar ist, was der Fall ist. Mein Mann informiert die Hebamme, die nun bittet ein CTG schreiben zu dürfen und mich kurz zu untersuchen.
Ich bin bei 5 cm Muttermundsöffnung.

Ab jetzt geht alles sehr schnell. Die Wellen kommen im Minutentakt und lösen einen Pressdrang bei mir aus. An diesem Punkt habe ich einen kurzen Einbruch, da bei der Geburt des Mittleren hier die traumatische Wendung der Geburt begann. Damals habe ich unter dem Wehentropf starke Presswehen gehabt, die ich veratmen sollte und es nicht geschafft habe. Ich bekomme ein bisschen Angst.

Mein Mann schaut mich an: „Es sind deine Wellen, sie kommen aus dir heraus und sind ein Teil von dir. Sie können niemals stärker sein als du.“

Und er hatte genau das gesagt, was ich dringend hören musste. Dennoch will ich nicht mehr mit meinem Mann alleine sein, ich bitte um die Unterstützung von F. Sie kommt und teilt mir mit, dass sie in den anderen Kreißsaal zur Geburt muss. Sie bittet L., eine Medizinstudentin, die vorher fragt, ob sie bei der Geburt dabei sein konnte, bei mir zu bleiben. Ihre Anwesenheit tut mir gut, wenngleich sie nichts macht, außer da zu sein.

Ich finde einen Weg und eine Position, in der ich nicht pressen muss. Ich liege auf der Seite und überstrecke bei jeder Welle meine Kopf in den Nacken. Ich macht so meinen Bauch lang, zumindest fühlt es sich so an. Das Atmen hilft mir auch dabei. Manche Wellen klappen sehr gut, bei anderen schiebe ich leicht mit. Es ist anstrengend, ich töne, aber ich empfinde keinen Schmerz.
Ich frage nach der Möglichkeit in die Wanne zu gehen. Ich will im warmen Wasser entspannen. Die Hebamme untersucht mich, ich bin bei 8 cm, es ist ca. 23.45. Sie sagt, dass es jetzt sehr schnell gehen kann, gibt aber meinem Wunsch nach und lässt die Wanne ein. Nach einer Welle springe ich vom Bett auf, reiße mir die Kleider vom Leib und tippel wie Gott mich schuf in den anderen Kreißsaal. Es ist etwa 0:00 Uhr.
Vor der Wanne kommt eine Welle, die ich im Stehen veratme. Ich lege mich in die Wanne und fühle mich gleich wohl. Dennoch ist der Pressdrang nun fast nicht mehr zu ertragen, schon gar nicht zu veratmen.

Ich lasse die Hebamme kommen. Es kommt die Bereitschaftshebamme, weil F. gerade bei der Geburt der zweiten Frau ist. Sie untersucht mich und spricht die schönsten Worte des Tages aus „Du bist offen, du darfst pressen“. Ich richte mich auf und kniee mich in die Wanne. Ich bin froh, als F. plötzlich wieder vor mir steht.
Die Welle kommt und ich schiebe mit, ich versuche nach unten zu atmen, wie ich es in der Hypnobirthing-Vorbereitung gelernt habe. Aber dadurch geht zu viel Energie nach oben verloren. Dennoch spüre ich das Köpfchen schon. Ich taste. Ein unglaubliches Gefühl.
Nach zwei weiteren Wellen hocke ich mich auf die Füße und halte mich am Tuch über der Wanne fest. Außerdem atme ich nicht mehr während der Wellen sondern schiebe alles nach unten. Nach jeder Welle taste ich das Köpfchen und den Fortschritt. Es ist so motivierend.
Nach zwei weiteren Wellen spüre ich ein leichtes Brennen und ein „Plopp“. Ich frage F. was das war. „Das Köpfchen“, sagt sie lächelnd. „Ist der Rest jetzt nochmal so anstrengend?“ „Nein, noch eine Wehe und sie ist da. Das wird ein Spaziergang.“ Und so ist es auch.
Nur noch mit halber Kraft schiebe ich bei der nächsten Welle mit und ich gebäre mein Mädchen völlig ohne Intervention, ohne Schmerzmittel und nur mit Hilfe meines Mannes und meines Körpers in der stillsten aller Nächte.

F. empfängt sie, ich drehe mich um und lege mich in die Wanne. Mein Mädchen wird mir auf die Brust gelegt und mit Handtüchern abgedeckt. F. geht erstmal in den Hintergrund und überlässt uns diesen wundervollen Moment.
Nachdem sie auspulsiert ist, trenne ich selbst die Nabelschnur, und löse das Band, das uns so eng einander verbunden hat. Jetzt zieht sich F. zurück und lässt uns eine Stunde alleine. Kein Messen des Kindes, kein Saubermachen, keine Panik, dass die Plazenta sofort geboren werden muss, kein Stress. Ruhe, Stille, Geborgenheit, Dreisamkeit, Liebe. Ich bitte meinen Mann in die Tasche des Koffers zu greifen. Ich habe ihm für diesen Moment einen Brief geschrieben.
Nach etwa einer Stunde kommt die Plazenta mit etwas Hilfe von F. Sie ist vollkommen intakt und unauffällig. F. fragt, ob wir in das Kreißbett nebenan wollen, da sie nach möglich Geburtsverletzungen schauen möchte.
Mein Mann nimmt das Mädchen, ich dusche mich in der Wanne ein bisschen ab und schlüpfe in ein OP Hemd. Auf dem Kreißbett lege ich die Kleine an und sie stillt ab der ersten Minute wie ein Profi.
Der Oberarzt kommt und versorgt meine Geburtsverletzungen (ich habe davon nichts gemerkt unter der Geburt, da es aber recht schnell ging war es schon eine etwas größere Geburtsverletzung, dennoch würde ich es immer wieder so machen). In dieser Zeit, etwa 3 Stunden nach der Geburt wird mein Mädchen gewogen und gemessen. Nackt wird sie dann zu mir ins Bett gelegt und wir beziehen unser Zimmer, um etwas zu schlafen. Nach dem Frühstück und den Formalitäten fahren wir alle drei nach Hause. Unsere Jungs warten schon.

Fazit – Hat die Geburtsvorbereitung seinen Zweck erfüllt?

In zwei Artikeln habe ich ausführlich über sämtliche geburtsvorbereitende Maßnahmen beschrieben. Wer nachlesen möchte, findet hier den Artikel über Hypnobirthing und die geburtsvorbereitenden Maßnahmen.

Dass ich eine schmerzfreie und schnelle Eröffnungsphase hatte, möchte ich vor allem der Ernährungsweise und meinen Entspannungstechniken zuschreiben. Vielleicht spielte die Akupunktur auch eine Rolle. Abschließend lässt sich das wohl nicht genau sagen.
Dennoch muss ich sagen, dass mir die Philosophie und die Techniken des Hypnobirthing wohl am meisten geholfen haben. Das Gefühl von Sicherheit, das Vertrauen in den Körper und das Baby, meine Gebärfähigkeit. Das Warten auf den richtigen Zeitpunkt, entspannt zu sein bis in die letzte Faser meines Körpers. Nach zwei schmerzvollen und teils auch traumatischen Geburten lag die größte Arbeit darin, das Vertrauen wieder herzustellen. Den Glauben an eine schmerz- und interventionsfreie Geburt zu erhalten. Es hat viel Zeit in Anspruch genommen, aber es war jede einzelne Sekunde wert.
Und am allermeisten hat mir letztlich mein Mann geholfen. Er war nicht einfach nur dabei, sondern er hat ganz aktiv dazu beigetragen, dass ich es geschafft habe. Deshalb gehören ihm meine abschließenden Worte:

Du Liebster – Du Bester!

Diese Zeilen widme ich nur dir. Mein Herz, mein Freund, mein größter Kritiker und liebster Liebhaber.
Ich darf mit Stolz sagen: Wir beide haben dieses Baby geboren. Ja das meine ich wirklich so. Natürlich war es mein Körper. Aber dein nie enden wollender Optimismus, dein Mut, deine Stimme, deine Anwesenheit hat es mir ermöglicht, immer bei mir zu bleiben. Meinen Körper gebären zu lassen, mich in jeder neuen Situation zurecht zu finden. Ich hätte das ohne dich niemals geschafft und dafür danke ich dir von Herzen ein Leben lang.

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