Persönlichkeit // Nutze das Potenzial deines Lebens!

Heute schreibe ich ins Unreine – rohe Gedanken, von mir. Und wahrscheinlich schreibe ich gleichzeitig einigen Müttern aus der Seele. Vielleicht? Ich weiß es nicht, ich ahne es. Ich fühle es. Ich fange einfach an, ohne zu wissen, wo es hinführt.

Die Mütter von heute

Als Mutter in der heutigen Zeit und Gesellschaft hat man besondere Voraussetzungen und Herausforderungen zu meistern.
Halt! Das soll kein Klagelied auf die derzeit schwierigen Zeiten werden. Genau im Gegenteil.
Denn bei aller Widrigkeiten, die uns in den Medien vor Augen gehalten werden, sollten wir uns bewusst sein, dass es uns hier in diesem Land wahrscheinlich nie besser ging.
Wenn eines unserer größten Probleme darin besteht zu überlegen, ob man den Nagellack in der 8. Nuance rot wirklich braucht, dieses schöne Wassergefäß und dieses tolle Mützchen für das Baby, obwohl wir schon drei haben, dann müssen wir wirklich selbstkritisch sein und zugeben: Uns geht es verdammt gut.
Und auch das soll jetzt nicht in eine „Seid doch mal demütig“-Tirade münden. Nein!

Schwieriger ist Mutterschaft meiner Meinung heutzutage genau deshalb! Weil es uns so gut geht. Weil wir darauf getrimmt sind alles erreichen zu können (und das dann auch wollen sollen), weil wir Frauen sind. Weil wir uns emanzipiert haben und nicht müde werden, um unsere Rechte zu kämpfen. Bitte versteht mich nicht falsch, das finde ich großartig und wichtig.

Dieser eine Moment

Es gibt aber einen Moment im Leben einer Frau, da hält sie kurz inne während sie ihre Faust noch mutig in die Höhe streckt und „Fempowerment!“ schreit. Da wird sie plötzlich leise, wenn die Chefin kommt und fragt, ob sie das Projekt im nächsten Sommer leiten will. Da schluckt sie zweimal, wenn sie sieht, dass man durch nichts und niemanden in seiner Karriere beeinträchtigt wird, außer von einem selbst.
Es ist der Moment, in dem da zwei Striche auf einem Plastikstäbchen erscheinen. Indem ihr klar wird: „Das verändert alles. Ich hab es in den letzten Tagen schon geahnt, aber jetzt ist es real.“
Sie ist schwanger und steht vor der größten Transformation ihres Lebens. Das fühlt sie, das weiß sie. Es macht ihr Angst und gleichzeitig spürt sie, dass darin ein großartiges Potenzial liegt. Darum soll es hier heute gehen.

Was will ich eigentlich? Wer bin ich eigentlich?

Man hatte es recht kuschelig in seiner Komfortzone. Man entscheidet sich (oder wird dafür entschieden), schwanger werden zu wollen. Für manche beginnt hier schon ein erster Prozess, denn je nach dem wie lange die Kinderwunschzeit dauert, setzt man sich auch dann oft schon sehr intensiv mit sich selbst auseinander. (Das sei hier aber nur am Rande erwähnt).
Die ersten drei Monate der Schwangerschaft bringen die meisten doch eher im Überlebensmodus zu. Das ist weitaus weniger romantisch, als man das oft vermittelt bekommt.
Doch irgendwann wird es immer realer, der Termin der Geburt rückt näher. Als Mutter baut man die Verbindung zu dem Baby durch Körper und Emotionen (mittlerweile ist die Wissenschaft da sehr weit in der Forschung gekommen) viel eher und intensiver auf als der Vater (aller Emanzipation zum trotz, es ist wie es ist).
Man beginnt sich vorzustellen wie es so wird – das Leben mit dem Baby. Und ja, man hört von außen immer „ihr werdet schon sehen…“, „macht noch mal dies oder das.“, „genießt die Zeit zu zweit, bald ist euer Leben vorbei…“ etc.
Aber trotzdem macht man sich so seine ganz eigenen Gedanken dazu und hier beginnt es schon richtig spannend zu werden, denn man überlegt in dieser Situation vielleicht schon zum ersten Mal: Welche Mama will ich sein? Was will ich meinem Kind mit auf den Weg geben? Welche Werte möchte ich vermitteln?.

Ein erster Berührungspunkt mit dem Thema „Meine Werte“ und dem eigenen „Ich bin“. Die meisten schwelgen dabei in mehr oder weniger deutlichen Tagräumen und schieben es an dieser Stelle erstmal wieder zur Seite. Alles wird sich zeigen – es kommt wie es kommt, ich lasse es auf mich zukommen.

Und plötzlich ist es soweit: Das Baby ist geboren, Wochenbett, einigeln. Alles ist so weit weg. Man lebt in seiner Blase und für viele geht es in dieser Zeit ums nackte Überleben. Alles ist neu, alles muss sich einspielen. Alles andere ist weit weg.
Was will ich im Leben, wo gehe ich hin, was will ich hinterlassen? Alles scheiß egal! Ich will nur irgendwie sicher stellen, dass dieses kleine Wesen genug Milch bekommt, schläft und sauber ist, während ich möglichst nicht die Nerven verliere.

Aber dann irgendwann wird es leiser. Wird es ruhiger. Schläft man mehr. Streitet man mit dem Papa nachts weniger. Irgendwann klopft es dann leise an der Hirnpforte: „Wie wollen wir jetzt eigentlich weiter machen? Was wollen wir für unser Leben und das Leben unseres Kindes?“

„Wirklich gleich wieder arbeiten? Wirklich so lange zu Hause sein? Wirklich alles so machen wie die Generation vorher? Wirklich so wie alle vorher und drumrum?“

Parallel dazu entwickelt sich ein kleines menschliches Wesen dessen eigener Charakter immer mehr erblüht. Und mit ihm wird oft der Spiegel dessen, was uns auf der Seele brennt – wie wir sein sollten, durften oder auch nicht – immer größer. Jeden Tag blicken wir durch die Augen unseres Kindes in diesen Spiegel hinein. Und manchen wird klar: „Ich will es anders“. Und anderen wird klar: „Prima! So soll es sein“. Und wieder andere schauen lieber weg…. (Hier darfst du dich kurz fragen wie es bei dir ist)

Die alten fernöstlichen Lehren und Weisheiten wissen es seit Jahrtausenden, was uns zwischen all der Karriere und dem gesellschaftlichen Funktionierenmüssen abhanden gekommen ist: Mutter zu werden ist die größte Einladung und Möglichkeit der eigenen persönlichen Weiterentwicklung, die es im irdischen Sein gibt. Es bietet die hervorragende Chance alles Erlebte und alle „Wahrheiten“ zu beleuchten und zu hinterfragen. Und nicht nur das. Es gibt einem darüber hinaus auch noch die Motivation und die Energie, Dinge verändern zu wollen und zu können. Denn wenn nicht für unsere Kinder, für wen denn sonst?

Viele nutzen das Potenzial nicht, weil sie nicht wissen wie. Oder weil sie Angst haben. Oder auch, weil alte Wunden so tief sind, dass man sie lieber unangetastet lässt.
Aber es lohnt sich. Es lohnt sich so sehr. Nicht nur für das Kind, sondern auch für sich selbst.

Und nun?

Was will ich jetzt eigentlich sagen? Ich möchte euch sensibilisieren für eine Chance, die ihr vielleicht nie wieder in eurem Leben bekommt. Euch ermutigen hinzusehen, vielleicht Tränen zu vergießen, aber dann wirklich echt mit euren Kindern zu wachsen. Für sie und für euch.
Dazu möchte ich hier immer wieder Impulse geben, die euch dabei helfen, diesen Prozess für euch zu nutzen. Die euch motivieren in der Tiefe eures Selbst Zugang zu euren Herzen zu bekommen. Denn das Herz weiß wo ihr hin wollt und es kennt auch den Weg. Euer Herz weiß es und wusste es schon immer.

Einen wundervollen Tag mit großartigen Entscheidungen wünscht

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